Einheit in versöhnter Verschiedenheit

Generalvikar Kestel und Regionalbischöfin Greiner feiern ökumenischen Gottesdienst in St. Stephan / Delegationstreffen in Bamberg

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Foto: Pressestelle Erzbistum Bamberg/Hendrik Steffens

Bamberg. Der Bamberger Generalvikar Georg Kestel und die evangelische Regionalbischöfin Dorothea Greiner haben in einem ökumenischen Versöhnungsgottesdienst um Gottes Erbarmen gebeten „für das, was wir einander angetan haben“. Vergeben sei der Weg, auf dem Christus Beziehungen heile, sagte Greiner. Dieser Gottesdienst sei „ein Schritt zur Einheit in versöhnter Verschiedenheit“.  Die bereits erreichten Erfolge in der Ökumene gelte es auch nach dem Reformationsgedenkjahr weiterzuführen, ergänzte Kestel und sprach sich dafür aus, mit Hoffnung und Mut in die ökumenische Zukunft zu blicken.  Der Gottesdienst am Dienstagabend in der Bamberger Stephanskirche stand unter dem Motto „Heilung der Erinnerungen“. Die Kirche ist die einzige jetzt evangelische in Bamberg, die von einem Papst geweiht wurde.

In der Feier betonten Kestel und Greiner, dass die christlichen Kirchen nicht gegeneinander, sondern füreinander da seien. Man blicke zwar „auf eine lange, wechselvolle, nicht zuletzt auf eine oft leidvolle Geschichte von Konfrontation und Trennung zurück“, so Kestel, aber „auch auf eine umfangreiche Geschichte der wechselseitigen Annäherung, des Wiederentdeckens der gemeinsamen Glaubensgrundlage, auf einen fruchtbaren, Mut machenden und zukunftsgerichteten Prozess der Heilung unserer Erinnerungen an die Vergangenheit“. Laut Greiner ist es „umso bedeutsamer, dass wir insbesondere in den letzten 50 Jahren bewusst Gemeinschaft suchen.“

Der Gottesdienst fand im Anschluss an ein ökumenisches Delegationstreffen mit 15 Teilnehmerinnen und Teilnehmern beider Konfessionen, unter ihnen auch Erzbischof Ludwig Schick, im Erzbischöflichen Ordinariat statt. Die Begegnung dient alle zwei Jahre der Diskussion gemeinsamer Herausforderungen und Projekte und der gegenseitigen Information über kirchliche Entwicklungen. Gesprächspartner sind die Ökumenebeauftragten sowie Vertreter der Dekane, Regionaldekane, der Diözesanleitung und der Landessynode.

Schwerpunktthemen des diesjährigen Delegationstreffens waren das Reformationsgedenkjahr 2017 sowie die künftige Entwicklung der Ökumene. Außerdem befassten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit dem Thema Flucht und Integration sowie mit strukturellen Veränderungen im Erzbistum Bamberg und dem Kirchenkreis Bayreuth.

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