Diözesanrats-Tagung befasst sich mit Krise der EU

Laienvertretung trifft sich in Ebersberg zur Vollversammlung / Gottesdienst mit Kardinal Reinhard Marx

München. Mit der Krise der Europäischen Union befasst sich der Diözesanrat der Katholiken der Erzdiözese München und Freising in seiner Frühjahrsvollversammlung unter dem Motto „Ach Europa! Bist du noch zu retten?“. Bei der Tagung am Samstag, 18. März, ab 9 Uhr im Alten Speicher in Ebersberg (Im Klosterbauhof 4) wirken Kardinal Reinhard Marx in seiner Funktion als Präsident der Kommission der Bischofskonferenzen der Europäischen Gemeinschaft (COMECE) sowie die Europaabgeordnete Angelika Niebler, Vorsitzende der Europagruppe der CSU, als Experten mit. Außerdem stehen auf der Tagesordnung Arbeitsberichte von Hans Tremmel, Vorsitzender des Diözesanrats, und von Kardinal Marx als Erzbischof von München und Freising. Zum Abschluss der Vollversammlung feiern die rund 180 Delegierten um 18 Uhr einen gemeinsamen Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Sebastian (Bahnhofstraße 7).

„Es gibt nichts zu beschönigen: Die Europäische Union befindet sich in einer sehr ernsten Krise“, stellt Diözesanratsvorsitzender Tremmel in der Einladung zur Vollversammlung fest. Mit der Rückkehr populistischer Stimmungslagen, dem Aufkeimen nationalistischer Egoismen und den separatistischen Tendenzen beginne die Einigkeit „spürbar“ zu bröckeln, Sinn und Ziel der EU würden von vielen grundsätzlich in Frage gestellt. Die Tagung soll zur Auseinandersetzung mit der Zukunft der EU anregen: Für welche Werte steht das europäische Projekt? Welche Vision ihrer eigenen Möglichkeiten hat die EU anzubieten? Was können Christen zur gelingenden Zukunft Europas beitragen? Tremmel betont: „Unsere Verantwortung für ein starkes, gerechtes, solidarisches und weltoffenes Europa ist jede Mühe wert.“

Die Vollversammlung beginnt um 9 Uhr mit Grußworten von Landrat Robert Niedergesäß, Bürgermeister Walter Brilmayer, Elke Zimmermann von der Evangelischen Landessynode und Hans Rombeck, Vorsitzender des Dekanatsrats Ebersberg. Um 9.30 Uhr wird der Studienteil zur Europäischen Union mit fünf Impulsen zu Themen wie Flucht, Demokratie und Wirtschaft eröffnet, anschließend sprechen Kardinal Marx und Angelika Niebler. Ein Austausch in Kleingruppen und eine Podiumsdiskussion schließen den Studienteil ab, den die Direktorin der Akademie für Politische Bildung Tutzing, Ursula Münch, moderiert.

Um 14.15 Uhr stehen zunächst Änderungen bei den Satzungen für Pfarrgemeinde- und Pfarrverbandsräte sowie eine Nachwahl in den Vorstand des Diözesanrats auf dem Programm, bevor um 15.30 Uhr die Berichte von Hans Tremmel und Kardinal Marx mit anschließender Aussprache beginnen. Nach der Behandlung von Anträgen und Informationen endet der Konferenzteil der Vollversammlung gegen 17.30 Uhr. Der Diözesanrat der Katholiken der Erzdiözese München und Freising ist die höchste Vertretung der Laien in der Erzdiözese und über die Pfarrgemeinde- und Dekanatsräte sowie die Verbände demokratisch gewählt. Die mehr als 200 Mitglieder des Diözesanrates treffen sich jeweils im Frühjahr und im Herbst zu ihren Vollversammlungen. (gob)

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