Erzbischof Schick: „Die Liebe ist das Grundgesetz der Kirche“

Kunigundentag im Bamberger Dom mit afrikanischer Gabenprozession

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Erzbischof Schick gratuliert Kunigunden vor dem Dom. (Foto: Pressestelle Erzbistum Bamberg)

Bamberg. Zum Kunigundentag hat sich Erzbischof Ludwig Schick für eine stärkere Beteiligung und Gleichberechtigung von Frauen in der Kirche ausgesprochen.  „Wir werden diese Ziele erreichen können, wenn wir uns tiefer und mehr mit dem ‚Grund unseres Glaubens‘ beschäftigen“, sagte Schick am Samstag in seiner Predigt im voll besetzten Bamberger Dom. Der Grund des christlichen Glaubens sei der Bund mit Gott, von dem in der Heiligen Schrift die Rede ist. Das Grundgesetz des Bundes Gottes mit den Menschen sei die Liebe: „Gott will, dass wir ihn lieben und den Nächsten wie uns selbst, auch den Feind und den Fremden. Denn wir alle sind Kinder Gottes und deshalb untereinander Schwestern und Brüder, unabhängig von Rasse, Nation, Hautfarbe und Religion.“

Der Bund Gottes richte sich an alle Menschen und die ganze Menschheit. „So kommen uns auch Afrika, Asien, Lateinamerika und die ganze Welt ganz nah. Dann spüren wir, dass wir mit jedem Interesse an anderen Menschen, mit jeder Solidarität mit ihnen und jedem Gebet für sie den Bund Gottes mit der ganzen Menschheit stärken und ausbreiten“, sagte Schick und fuhr fort: „Dabei erfahren wir Freude, die uns selig macht und uns bereichert.“

Während des Pontifikalamtes im Dom fand eine afrikanische Gabenprozession von afrikanischen Christen aus der Gemeinde St. Kunigund in Nürnberg sowie die Uraufführung einer deutschen Messe für Oberstimmenchor und Orgel statt, die der Bayreuther Kirchenmusiker Michael Funke komponiert hat. Nach dem Gottesdienst gratulierte der Erzbischof traditionell vor dem Diözesanmuseum persönlich allen Frauen mit dem Namen Kunigunde.

Das Kunigundenfest, der Diözesantag der Frauen, stand in diesem Jahr unter dem Motto „Gottes Melodie im Anderen hören“. Den Festvortrag zum Thema hielt Schwester Elisabeth Biela, Afrikamissionarin und Regionaloberin der Weißen Schwestern in Deutschland. Sie erläuterte, was Missionierung für sie bedeutet und wie sie ihre Mission umsetzt: „Mission ist wahrlich eine Begegnung von Menschen, die gemeinsam auf dem Weg sind und gemeinsam nach der Wahrheit suchen, durch Höhen und Tiefen, durch Glauben und Zweifel.“ Jede und jeder habe eine Botschaft von Gott, die dazu einlädt, mit anderen Menschen die eigene Kultur, den eigenen Glauben zu bereichern und zu verändern. Der Festvortrag wurde von afrikanischer Musik umrahmt.

Der Kunigundentag 2017 wurde vorbereitet vom Ordensreferat des Erzbistums Bamberg in Zusammenarbeit mit dem Bamberger Diözesanverband des Katholischen Deutschen Frauenbunds. Die heilige Kunigunde hat zusammen mit ihrem Ehemann, Kaiser Heinrich II., das Bistum Bamberg gegründet und gehört zu den Bistumspatronen.

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