Deutscher Klimapreis für St.-Ursula-Gymnasium Lenggries

Schülerinnen legen begehbaren „Ökologischen Fußabdruck“ in Königsdorf an

München. Das katholische St.-Ursula-Gymnasium in Lenggries hat den Deutschen Klimapreis der Allianz Umweltstiftung gewonnen. Im Rahmen zweier Praxis-Seminare haben Schülerinnen einen begehbaren „Ökologischen Fußabdruck“ geplant und angelegt. Dafür wird das Mädchengymnasium am 22. Mai in Berlin als einzige bayerische Schule mit einem von fünf Preisen ausgezeichnet, die mit jeweils 10.000 Euro dotiert sind. Am Freitag, 24. März, wird der Ökologie-Lehrpfad auf dem Gelände der Jugendsiedlung Hochland in Königsdorf eröffnet, wo er für die umwelt- und erlebnispädagogische Arbeit genutzt werden soll.

In dem rund 1.000 Quadratmeter großen, aus Hecken bestehenden Irrgarten in Form eines menschlichen Fußabdrucks stoßen die Besucher an jeder Kreuzung auf eine Tafel, die eine Frage zum bewussten Umgang mit der Umwelt und verschiedene Antwortmöglichkeiten bietet. Die richtigen Antworten weisen dem Besucher den Weg durch den Irrgarten von der Ferse des Fußabdrucks zu den Zehen, in denen weitere Stationen zur Auseinandersetzung mit der Bewahrung der Schöpfung einladen. Mit ihrem Projekt greifen die Schülerinnen das Konzept des „Ökologischen Fußabdrucks“ auf, das jedem Menschen die Fläche auf der Erde zuweist, die zur dauerhaften Aufrechterhaltung seines Lebensstils notwendig wäre. Der durchschnittliche ökologische Fußabdruck eines Bewohners der Europäischen Union ist dabei mehr als doppelt so groß wie die ihm eigentlich zur Verfügung stehende Fläche.

Seit zwei Jahren arbeiten Schülerinnen unter der Leitung von Lehrerin Tamara Höcherl an ihrem Projekt. In einem ersten Praxis-Seminar im Jahr 2015 ging es um die Planung des Lehrpfads und Entwürfe für die Inhalte sowie die Finanzierung. In einem zweiten Praxis-Seminar ging es im Jahr 2016 um die Umsetzung. Beim Anlegen des Irrgartens in den Sommermonaten halfen Schülerinnen aus anderen Klassen, Lehrkräfte und weitere freiwillige Helfer. Die Kosten von rund 60.000 Euro trägt etwa zur Hälfte das Bayerische Umweltministerium, die weiteren rund 30.000 Euro haben die Schülerinnen aus Zuschüssen, Spenden und Erlösen aus schulischen Aktionen zusammengetragen.

Der Lehrpfad in Königsdorf ist der erste seiner Art in ganz Deutschland. Inspiriert wurden die Schülerinnen von einem begehbaren ökologischen Fußabdruck im Nationalpark Gesäuse in der österreichischen Steiermark. (gob)

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