Lebensgefährliche Entscheidung – Martin Lohmann: BVerwG verrückt Koordinaten des Grundgesetzes

 

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Bundesverwaltungsgericht Leipzig

Die Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts, in besonderen Fällen den freien Zugang zu Tötungsmitteln zuzulassen, „ist äußerst gefährlich und verrückt die Koordinaten unseres Grundgesetzes in eine lebensbedrohliche Todeszone“, sagt Martin Lohmann, Vorsitzender des Bundesverbandes Lebensrecht (BVL).

Er habe Verständnis dafür, dass Menschen bestimmte Lebensumstände als unwürdig empfinden und im Extremfall nur noch im Suizid einen Ausweg zu erkennen meinen. Lohmann: „Doch aus dem Recht auf Selbstbestimmung darf kein Recht auf Selbsttötung gemacht werden, bei dem der Staat zum garantierten Helfershelfer degradiert wird, indem er das Tötungswerkzeug auch noch zusichern muss. Der Staat hat gerade eine Schutzpflicht für das Leben! Es widerspricht der Werteordnung unserer lebensbejahenden Verfassung, wenn der Staat beim mehr oder weniger selbst bestimmten Suizid auch noch Beihilfe leisten muss. Entweder gibt es kein Recht auf Töten – oder es gibt dieses Recht angeblich doch. Dann aber wird die Logik unserer Rechtsordnung auf den Kopf gestellt.“

Das Bundesverwaltungsgericht habe eine schwerwiegende und für den Schutz des menschlichen Lebens „katastrophale“ Entscheidung getroffen, deren Folgen „verheerend sein können“. Zudem strafe es alle, die sich in der zum Teil sehr beeindruckenden Suizid-Debatte um Differenzierung und Achtung vor dem unbedingten Lebensrecht bemüht hatten.

 

Quelle: PM-Bundesverband Lebensrecht e. V.

Fotos: Bundesverband Lebensrecht e. V (BVL) / Manecke; Lizenz: CC BY-SA 3.0 de

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3 Gedanken zu “Lebensgefährliche Entscheidung – Martin Lohmann: BVerwG verrückt Koordinaten des Grundgesetzes

  1. Ich bin sehr neugierig ob in dieser Frage der einzige wirkliche Hüter des GG etwas sagt das BVG in Karlsruhe ,wobei im aktuellem Fall glaube ich kaum weil die betroffene Tod ist

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  2. 05.03.2017
    Kommentar zum Thema
    Lebensgefährliche Entscheidung – Martin Lohmann: BVerwG verrückt Koordinaten des Grundgesetzes
    Facebook 03.03.2017 KathStern

    Die Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts, in besonderen Fällen den freien Zugang zu Tötungsmitteln zuzulassen:
    Was heißt in besonderen Fällen? Bei Neugeborenen bzw. bei Frühchen ohne Aussicht auf ein „normales Leben. Wie oft stellt sich so eine Diagnose als falsch heraus.
    Bei Todkrankenmenschen, welche schreien bzw. wimmern vor Schmerzen und sich wünschen es wäre endlich vorbei und die SELBSTTÖTUNG verlangen, werden nach dem Tod entsetzt sein über ihre unwiderrufliche Entscheidung, welche sie getroffen haben.
    Seit 1986 habe ich Kontakt mit dem Jenseits, ich kann es nicht in Worte fassen wie schlimm es ist, wenn sich jemand das Leben nimmt bzw. Sterbehilfe leistet. Prof. Dr. Hackethal
    war stets ein Verfechter der SELBSTTÖTUNG nach seinem eigenen Tod im Oktober 1997 bat er mich für ihn zu beten, er musste in die Hölle. Er sagte mir, man solle Schmerzmittel geben in allerhöchster Dosierung das sei okay, aber keine Mittel zur SELBSTTÖTUNG, dann muss man in die Hölle und wenn niemand für solche Personen kontinuierlich betet bleibt es fraglich, ob sie rauskommen. Man hat also nur diesen Moment der Selbstbestimmung um danach ein Unbeschreib-liches an Qualen zu leiden für immer, ist dass das Wert. Wie entsetzt ist ein Angehöriger, wenn er in der Herrlichkeit Gottes ist und sieht, dass er oder sie in die Hölle oder ins Fegefeuer kommen.
    Mir wurde auch gesagt, dass nur wir von hier für sie beten können. Man bittet mich immer wieder bete für mich, help mir. Dieses Jahr im April wurde ich nachts regelrecht aufgeweckt und hörte einen Universalschrei VIELEN DANK. Ich fragte wer sie seien, die Antwort war, ich kenne sie nicht, danach schlief ich wieder ein. Ich kann nur sagen der Schrei war wundervoll und das ist in jeder Beziehung untertrieben.
    Ich wünsche allen die richtige Entscheidung für das Leben, hat nicht unser Staat die Schutzpflicht das Leben zu erhalten auch gerade in ausweglosen Situationen? Oder vertritt er frühere Methoden, man denke an die 1920er und 1930er Jahre. Das widerspricht aber unserer Verfassung.
    Ich hoffe und bete, dass das Verfassungsgericht die Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts kippt.
    Ich verweise auf den Beitrag in Bibel-TV vom 25.01.2017, – An der Schwelle des Todes – Nahtoderfahrungen.
    Auch wenn der Weg in die Ewigkeit noch so schmerzhaft und sinnlos erscheint. Wie schmerzvoll war das Leiden unseres Heilandes und ist es immer noch durch unsere Sünde.

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    • was befähigt einen Journalisten zu solch einen Befund? außer der eigenen Weltanschauung die Meinung hat nicht wert als jene der „Mali Tant“ nur dem Herren hören mehr Leute zu

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