Kardinal Marx: Solidarität mit inhaftierten Journalisten

„Wir wollen immer an die denken, die wegen der Suche nach der Wahrheit unterdrückt werden“

Predigt zum Aschermittwoch der Künstler im Münchner Liebfrauendom

München. Beim traditionellen Gottesdienst zum „Aschermittwoch der Künstler“ im Münchner Liebfrauendom hat Kardinal Reinhard Marx die Unterdrückung der Freiheit der Kunst und des Wortes weltweit kritisiert und zum Gebet für verfolgte und inhaftierte Kunst- und Medienschaffende aufgerufen. „Wir sind verbunden mit allen Künstlern und Journalisten, wir sind solidarisch mit ihnen, überall dort, wo sie unterdrückt werden oder im Gefängnis sitzen, gerade jetzt aktuell“, sagte der Erzbischof von München und Freising in seiner Predigt, am Mittwoch, 1. März. „Wir wollen immer an die denken, die wegen der Suche nach der Wahrheit unterdrückt und eingesperrt werden.“

Kunst sei deshalb so „wichtig und ermutigend“, weil sie versuche, die Radikalität des menschlichen Lebens in seinen Höhen, Abgründen, Sehnsüchten, in seiner Schönheit und Hässlichkeit in Bilder, Worte oder Musik zu fassen. Dadurch bereichere sie Gesellschaft und Kirche.

Die Sorge um die Zukunft Europas und der Welt errege derzeit viele Menschen. Sie fragten verstärkt nach der eigenen Identität und der Identität der Gesellschaft, so Marx. Christen biete hier gerade auch in der nun beginnenden 40-tägigen Fastenzeit ihr Glaube Orientierung. „Wir finden unsere Identität nicht, wenn wir an Jesus von Nazareth vorbeischauen.“ Der Weg durch die österliche Bußzeit solle dem Menschen helfen, die in ihm grundgelegte Gottebenbildlichkeit und so das Leben neu zu entdecken.

An der Feier im Liebfrauendom nahmen insbesondere Künstler und Kulturschaffende teil, die den Gottesdienst und eine Ouvertüre mit Video-, Klang- und Performancekunst unter dem Titel „An der Grenze“ mitgestalteten. (kel)

 

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