Wallfahrt mit Folgen – Pilger berichten, wie eine Reise nach Fatima ihr Leben verändert hat

Im vergangenen Sommer hat sich eine Regensburger Pilgergruppe des Institutum Marianum in das portugiesische Fatima aufgemacht, wo die Gottesmutter von Mai bis Oktober 1917 – also vor ziemlich genau hundert Jahren – drei Hirtenkindern erschienen war.

Gut ein Dreivierteljahr später haben wir bei den Regensburgern nachgefragt: Was bleibt von so einer Wallfahrt?

„Ich weiß nicht, wie ich diese Vorahnung beschreiben soll – es war einfach ein ganz besonderes Gänsehautgefühl.“

Meine schon seit mehreren Jahren erkrankte Ehefrau hat das Wagnis auf sich genommen und zusammen mit mir diese Reise angetreten. Ich war total verwundert, mit welcher Energie und Ausdauer, ja mit welcher Lebensfreude sie die Reise absolviert hat. Das lag mit Sicherheit nicht nur an der sehr netten Reisegruppe. Ich bin überzeugt, diese neu gewonnene Lebensenergie in diesen Tagen lag vor allem an Fatima selbst.

Ein weiterer Eindruck, der sich für immer in mein Gedächtnis eingebrannt hat, ist die Lichterprozession abends am Heiligen Bezirk. So viele gläubige Menschen auf einem Fleck geben mir Hoffnung für unseren christlichen Glauben und unsere christlichen Werte.

Eine sehr wichtige Erfahrung aus diesen fünf Tagen war der Ungarische Kreuzweg – er zeigt, dass Fatima ein ganz besonderer Ort ist. An einem Tag beteten wir diesen Kreuzweg in freier Natur zwischen Fatima und dem Geburtsort der Seherkinder, Aljustrel. Ohne zu wissen, wo auf diesem Weg Orte liegen, an denen den Seherkindern Engel und einmal auch die Muttergottes erschienen waren, spürte ich schon einige Meter vor dem Erscheinungsort des Engels, dass nach der nächsten Biegung ein besonderer Platz kommt. Ich weiß nicht, wie ich diese Vorahnung beschreiben soll, es war einfach ein ganz besonderes Gänsehautgefühl.

Fatima gibt mir auch Monate nach der Reise immer noch Kraft. Immer, wenn mich der Alltagstrott einholt oder mir Probleme über den Kopf zu wachsen drohen, denke ich an die Tage in Fatima zurück und hole mir aus diesen Erinnerungen neue Kraft. Ich hoffe sehr, dass ich zusammen mit meiner Frau genau diese oder eine ähnliche Pilgerreise nochmals machen kann und darf. Ludwig Holnberger

„Ich hatte vorher die Kraft des Rosenkranzes nicht erkannt. Fatima hat mir hierfür die Augen geöffnet.“

Die Pilgerreise nach Fatima kam für mich zu einem Zeitpunkt, an dem ich dringend die Hilfe Gottes und unserer Gottesmutter brauchte – eine Woche nach dem Tod meines Schwiegervaters, den ich sehr mochte und der in meinen Händen verstorben ist. Fatima, ein Ort der Besinnung auf mein Leben, ein Ort des Friedens und des Gebetes. Jeder Gläubige kann dort die Gottesmutter spüren, ja fast schon fassen. Eindrucksvoll in Erinnerung bleibt mir mein erster Rosenkranz dort. Vertieft im Gebet hatte ich gar nicht mitbekommen, dass sich hinter mir tausende von Menschen zum Gebet und zur anschließenden Lichterprozession versammelt hatten. Diese gläubigen Menschenmassen und die Lichterprozession von tausenden Gläubigen, singend und betend hinter der geschmückten Gottesmutter, werden mir immer in Erinnerung bleiben.

Ein weiterer Höhepunkt war für mich, als wir den Kreuzweg zwischen Fatima und Aljustrel gebetet haben. Von der ersten Kreuzwegstation an spürt man die Anwesenheit Gottes und der Gottesmutter an diesem Ort. Bisher mochte ich keinen Kreuzweg beten, er war für mich sehr negativ behaftet. Dieser Kreuzweg aber hat mich zutiefst berührt und angesprochen – und gestärkt. Das Besondere dieses Kreuzweges, die fünfzehnte Station mit der Auferstehung Christi, sollte die Kirche in alle Kreuzwege einbauen. Seit diesem Tag bete ich immer mal wieder und sehr gerne den Kreuzweg, einfach so. Und ich bete seit unserer Pilgerreise täglich den Rosenkranz. Ich hatte vorher die Kraft und den Trost des Rosenkranzes nicht erkannt, Fatima hat mir hierfür die Augen geöffnet.

Ja, ich möchte zusammen mit meinem Ehemann noch einmal nach Fatima. Beim Abschied auf den Treppen im Heiligen Bezirk habe ich mich umgedreht und unserer Gottesmutter versprochen, dass ich noch einmal zu ihr kommen werde, sofern es meine Kraft zulässt und sie mir die Kraft dazu gibt. Sonja Holnberger

„Gestärkt wurden wir in Fatima in unserer Überzeugung, dass das Gebet unendlich viel Gutes bewirken kann.“

Wir sind noch immer begeistert und tief beeindruckt von den Erlebnissen unserer letztjährigen Pilgerreise nach Fatima.

Einer von uns beiden erlebte 1967 bereits sehr innig die Fatima-Gedenkfeiern in der Heimatpfarrei zum 50. Erscheinungsjahr der Gottesmutter. Die damaligen täglichen Andachten mit Berichten zu den Erscheinungen und aus dem Leben der Seherkinder kamen bei der Pilgerreise wieder in Erinnerung.

Was uns in Fatima ganz besonders berührte, waren die Liebe und der Friede, in die wir eintauchen durften. Wir erlebten Fatima als einen Ort, an dem Menschen verschiedenster Nationen in der Andacht, im gemeinsamen Gebet, im Rosenkranz, in der Heiligen Messe, im Glauben zusammenkommen und sich in tiefer Achtung und Wertschätzung begegnen. Die Reise hatte viele Höhepunkte – die Lichterprozessionen, die internationalen Gottesdienste, der Kreuzweg, der Besuch des Geburtsortes der Seherkinder und der Erscheinungsorte. Wir hatten das Gefühl, dass uns die Liebe und Barmherzigkeit der Gottesmutter auf Schritt und Tritt begleiten. All das hat uns in unserer Seele tief berührt und unseren Glauben bereichert. Gestärkt wurden wir in Fatima in unserer Überzeugung, dass das Gebet unendlich viel Gutes bewirken kann. In sehr guter Erinnerung bleibt auch der wertschätzende Umgang innerhalb der Pilgergruppe sowie die einfühlsame Reiseleitung und geistliche Begleitung. Theresia und Rudolf Kraus

„Für ein paar Tage erschien mir dieser gesegnete Ort als Mittelpunkt der Welt.“

Im Sommer 2016 konnte ich mir endlich meinen langgehegten Wunsch erfüllen und nach Fatima reisen. Die tiefe Marienverehrung meines Großvaters, der durch eine schwere Kriegsverletzung gezeichnet nie nach Portugal fahren konnte, hat mich sehr geprägt. Als das Institutum Marianum Regensburg die Wallfahrt letztes Jahr anbot, habe ich die Gelegenheit sofort ergriffen.

Beim ersten Besuch des Heiligtums von Fatima war ich von der Größe des Ortes tief beeindruckt. Menschen jeden Alters waren dort versammelt, auffallend waren die vielen jungen Gläubigen. Einige bewegten sich kniend vorwärts und beteten. Für ein paar Tage erschien mir dieser gesegnete Ort als Mittelpunkt der Welt. Das Rosenkranzgebet erklang in vielen verschiedenen Sprachen, dennoch empfand ich im Herzen eine tiefe Verbundenheit mit den anderen Gläubigen.

Besonders ergreifend war der Besuch unseres Bischofs; die Gemeinschaft mit ihm bei den Mahlzeiten, besonders aber die Messfeier, die er in der Erscheinungskapelle zelebrierte und bei der ich den Antwortgesang singen durfte.

Wegen der Erfahrung der spürbaren Nähe der Gottesmutter an diesem heiligen Ort und dank der guten Organisation des Bayerischen Pilgerbüros sowie der geistlichen Leitung von Prälat Peter Hubbauer wird diese Wallfahrt für mich unvergesslich bleiben. Elke Völcker

Quelle: http://www.bistum-regensburg.de
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Ein Gedanke zu “Wallfahrt mit Folgen – Pilger berichten, wie eine Reise nach Fatima ihr Leben verändert hat

  1. Ob da wirklich die „schreckliche Geheimnisse“ verkündende Gottesmutter erschienen ist?
    Kein Katholik ist verpflichtet, an eine der an die 600 Marienerscheinungen zu glauben.
    Zumindest steht bis jetzt noch ein entsprechendes Dogma aus.

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