Kammerchor der Diözese Speyer führt Johannes-Passion auf

Konzert am 12. März in der Pfarrkirche St. Joseph in Speyer mit dem Barockorchester „L‘arpa festante“ 

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Das Foto zeigt den Kammerchor bei einem Konzert im vergangenen Jahr © Dommusik Speyer

 Speyer. Als Abschluss seiner ersten Probephase des neuen Jahres gibt der Kammerchor der Diözese Speyer am zweiten Fastensonntag, am 12. März 2017 um 17 Uhr, in der Pfarrkirche St. Joseph Speyer sein nächstes Konzert. Unter Leitung von Diözesankirchenmusikdirektor Markus Eichenlaub erklingt eines der Schlüsselwerke der Barockmusik – die 1724 entstandene Johannes-Passion (BWV 245) von Johann Sebastian Bach (1685-1750).

Die Solisten der rund zweistündigen Aufführung sind Heike Heilmann (Sopran), Sandra Stahlheber (Alt), Martin Erhard (Tenor / Evangelist), Philip Niederberger (Bass / Petrus, Pilatus) und Thomas Gropper (Bass / Christus). Es spielt das Barockorchester „L‘arpa festante“. Karten sind bei freier Platzwahl im Vorverkauf bei reservix.de (19 €, erm. 14 €) sowie 45 Min. vor Konzertbeginn auch an der Abendkasse (22 €, erm. 17 €) erhältlich.

Johann Sebastian Bach (1685-1750) gilt als bedeutendster Vertreter der Barockmusik, für viele sogar als ‚Übervater’ der gesamten abendländischen Musik. Sein Wirken insbesondere auf dem Gebiet der geistlichen Musik ist im Grunde unerreicht geblieben, und seine kontrapunktische Kunst bildet bis heute eine wesentliche Grundlage des Musikunterrichts.

Die zwischen 1717 und 1724 entstandene Johannes-Passion, mit der Bach sich als neuer Thomaskantor dem Leipziger Publikum vorstellte, war sein erstes abendfüllendes Werk. Sie, die im Laufe der Zeit mehrere Veränderungen erfuhr und heute in vier unterschiedlichen Versionen vorliegt, zeigt Bach sogleich auf der Höhe seines kompositorischen Könnens, konnte er hier doch seine außerordentliche Fähigkeit im dramatischen Ausgestalten eines vorgegebenen Textes zeigen. Viele Musiker und Wissenschaftler schätzen den ästhetisch-musikalischen Gehalt der Johannes-Passion teilweise höher ein als den der späteren Matthäus-Passion, und so tritt die Johannes-Passion nicht ohne Grund seit geraumer Zeit allmählich aus dem Schatten ihrer ‚großen Schwester’. Auch wenn das Werk längst seinen ursprünglichen Zweck innerhalb des liturgischen Rahmens, nämlich die Bereicherung des Gottesdienstes, aufgegeben und verloren hat – seine Faszination scheint ungebrochen.

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