Südafrika ist Ziel der dritten Kundschafterreise des Bistums Speyer

Reisegruppe möchte pastorale Konzepte und kleine christlichen Gemeinden kennenlernen 

Speyer. Am 1. März startet die dritte Kundschafterreise des Bistums Speyer mit dem Ziel Südafrika. Unter dem Motto „Lernen von der Weltkirche“ fahren acht Frauen und Männer in das afrikanische Land, um die seelsorgliche Arbeit dort kennenzulernen und Anregungen für die Kirchenentwicklung im Bistum Speyer zu erhalten. Die Reisegruppe setzt sich aus ehren- und hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Pfarreien und zwei Vertretern des bischöflichen Ordinariates zusammen. An der Spitze der Gruppe steht Domdekan Dr. Christoph Kohl. Er leitet die Reise zusammen mit Dr. Alois Moos, verantwortlich für die Abteilung Personalförderung im Bistum.

Die Kundschafterreise nach Südafrika dauert rund zwei Wochen. „Wir werden vor allem im Bistum Aliwal unterwegs sein und dort auch kleine christliche Gemeinschaften besuchen“, erläutert Reiseleiter Moos. Das Bistum Aliwal liegt im Zentrum Südafrikas, 1000 Kilometer von Kapstadt und 650 Kilometer von Johannesburg entfernt und umfasst 31200 Quadratkilometer (was fast der Größe Baden Württembergs entspricht). Von den rund 300 000 Bewohnern sind nur rund 16 000 Katholiken, die sich auf 59 Gottesdienstorte aufteilen. Die Mehrheit der Bevölkerung gehört der anglikanischen Kirche oder protestantischen Gemeinschaften an.

Erste Kontakte zu dem für die Diözese Aliwal zuständigen Bischof, Dr. Michael Wüstenberg, knüpfte Moos beim Diözesanen Forum VI im Oktober 2014. Der aus Deutschland stammende Bischof hatte sich bei seinem Besuch sehr engagiert an der Diskussion des Reformprozesses Gemeindepastoral 2015 beteiligt. „Mich hat damals beeindruckt, wie Bischof Michael mit zehn Priestern die Seelsorge in seiner Diözese aktiv gestaltet“, berichtet Moos. Statt die Bezeichnung Ehrenamtliche zu wählen, spreche Bischof Wüstenberg „lieber vonGetauften, die ihren Glauben leben“. Und das führt nach Ansicht von Moos „zu einem neuen Selbstverständnis und vielfältigen Formen der Zusammenarbeit Aller, welches Amt, welchen Dienst in der Kirche sie auch immer haben – und genau das macht mich neugierig.“

 

Die Mitglieder der Reisegruppe haben vielfältige Erwartungen

Kundschafterin Alexandria Pfeifer (Grünstadt, Pfarrei Hl. Elisabeth) erhofft von der Reise „einige Impulse für meine ehrenamtliche Arbeit mit nach Hause zu nehmen“ und Pfarrer Alfred Müller aus Grünstadt erwartet ebenfalls „ interessante Impulse für unser Leben“ und freut sich auf die Begegnung mit den Menschen vor Ort. Auch Dr. Christoph Kohl verspricht sich von der Reise Anregungen für die Seelsorge im Bistum Speyer und „Begegnungen mit Christen, die ihr Charisma und ihre Berufung bewusst leben.“ Gemeindereferent und Gemeindeberater Artur Kessler (Landau, Pfarrei Maria Himmelfahrt) war Mitglied der Diözesanen Foren. Für ihn sind Partizipation und ermöglichenden Leitung „zukunftweisende Elemente künftiger Pastoral“ für deren konkrete Umsetzung „im Leben von Kirche“ er sich Anregungen wünscht. „Offen für neue Ideen und Impulse“ ist Gisela Rödel, Vorsitzende des Gemeindeausschusses (Landau, Pfarrei Maria Himmelfahrt) während Dr. Wolfgang Appel aus Neustadt (Pfarrei Hl. Theresia von Avila) überprüfen möchte, ob sein Bild von der katholischen Kirche in Südafrika als „Gegenteil von katholischer Kirche in Deutschland“ stimmt und welche Vorteile das System des afrikanischen Landes hat. „In Aliwal wird praktiziert, was unsere Vision ist – ein großes Gebiet mit wenig pastoralen Mitarbeitern“, erklärt Bernd Wolf – Bewerber für den ständigen Diakonat – aus Neustadt (Pfarrei Hl. Theresia von Avila). „Die Kirchen sind voll“. In dieser „Umkehr der Mission“ sieht er Chancen daraus für die Seelsorge im Bistum Speyer zu lernen.

Das Bistum Speyer unternimmt im Jahr 2017 noch eine weitere Kundschafterreise. Sie führt Mitte März nach England. Ziele der beiden ersten von insgesamt vier Kundschafterreisen waren Nicaragua (Ende 2016) und die Philippinen (bis zum 22.2.2017).

Die Kundschaftergruppe in Südafrika wird über ihre Erlebnisse, Erfahrungen und Reflexionen in einem täglichen Reiseblog berichten. Er kann über die Internetseite des Bistums Speyers von jedem Interessierten eingesehen, mitgelesen und kommentiert werden.

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