„Frauen der Reformation“: Ausstellung in Giesinger Lutherkirche

Umfangreiches Begleitprogramm / Lesung mit Wiebke Puls von den Kammerspielen

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München. Die weibliche Seite der Reformation zeigt von 22. Februar bis 11. März eine Sonderausstellung in der evangelisch-lutherischen Lutherkirche in München-Giesing. Die Schau, die von einem ökumenischen Team organisiert wurde, darunter die Frauenseelsorge des Erzbistums München und Freising, erzählt Lebensgeschichten von ausgewählten Frauen und macht die Bedeutung und Rolle der Frauen in der Reformationszeit sichtbar. Bei der Eröffnung der Ausstellung am Dienstag, 21. Februar, um 19 Uhr werden katholische und evangelische Vertreterinnen die in der Ausstellung portraitierten Frauen vorstellen, unter anderem die kirchenpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Diana Stachowitz, die ehemalige Zweite Bürgermeisterin von München, Gertraud Burkert, und die evangelisch-lutherische Stadtdekanin Barbara Kittelberger.

Das umfangreiche Begleitprogramm zur Ausstellung bietet am Freitag, 24. Februar, um 19 Uhr das Theaterstück „Katharina Lutherin zu Wittenberg“ von und mit Mirjana Angelina, das in einer szenischen Darstellung das Leben von Katharina von Bora, Martin Luthers Ehefrau, erzählt (Eintritt frei, Spenden erbeten). Wiebke Puls, Schauspielerin der Münchner Kammerspiele, liest am Samstag, 4. März, um 19 Uhr unter dem Motto „Reformatorinnen eine Stimme geben“ aus Schriften der adeligen Argula von Grumbach, der Äbtissin Caritas Pirckheimer und der Pfarrerfrau Katharina Schütz Zell (Eintritt: 10 Euro). Ein „Frauenmahl“ mit mehreren Gängen, Tischreden und Tafelmusik beginnt am Mittwoch, 8. März, um 18.30 Uhr (Kosten: 40 Euro, Anmeldung unter www.frauenseelsorge-muenchen.de).

Am Aschermittwoch, 1. März, ab 14 Uhr finden zwei Workshops zum Thema „Frauen der Reformation und ihre Vorbilder“ statt, die sich mit den Heiligen Katharina von Alexandrien und Katharina von Siena sowie mit den biblischen Frauen Judith und Maria von Magdala auseinandersetzen (Keine Kosten, Anmeldung unter http://www.frauenseelsorge-muenchen.de). Die Klassische Archäologin und Frauenbeauftragte des evangelisch-lutherischen Stadtdekanats Susanne Pfisterer-Haas spricht am Montag, 6. März, um 19 Uhr über die evangelischen bayerischen Königinnen und „ihr Leben, Wirken und Glauben zwischen religiöser Toleranz und Fanatismus“ (Eintritt: 5 Euro).

Die Ausstellung in der Lutherkirche ist jeweils von 10 Uhr bis 16 Uhr zugänglich. Sie stellt zwölf Frauen der Reformationszeit vor, unter anderem Argula von Grumbach, Anna II. zu Stolberg, Felicitas von Selmnitz und Caritas Pirckheimer. Weitere Schautafeln greifen einzelne Themen heraus, zum Beispiel das Wirken von Frauen in Pädagogik und Publizistik oder ihr Verhältnis zu Täufertum und spiritualistischen Strömungen. Die Ausstellung setzt sich zusammen aus zwei Wanderausstellungen, die von den „Evangelischen Frauen in Mitteldeutschland“ und dem Frauenwerk Stein gestaltet wurden, und wird gefördert aus Mitteln der Lutherdekade. Das vollständige Begleitprogramm und weitere Informationen sind unter www.frauenseelsorge-muenchen.de abrufbar. (gob)

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