„Mit Leib und Seele Bischof von Speyer gewesen“

Bischöfe aus Speyer und Würzburg, Allgemeiner Geistlicher Rat, Domkapitel und zahlreiche Weggefährten feierten den 85. Geburtstag von Bischof em. Dr. Anton Schlembach

gottesdienst

Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann, Bischof em. Dr. Anton Schlembach, Bischof Dr. Friedhelm Hofmann und Monsignore Otto Kern.

Mit einem Dankgottesdienst im Caritas-Altenzentrum St. Martha in Speyer feierte Bischof em. Dr. Anton Schlembach am Dienstag seinen 85. Geburtstag. Mit ihm standen sein Nachfolger, der amtierende Speyerer Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann, der Bischof seines Heimatbistums Würzburg Dr. Friedhelm Hofmann, Monsignore Otto Kern und Diakon Klaus Hilzensauer am Altar. Am Gottesdienst und der anschließenden Feier nahmen die aktiven und emeritierten Mitglieder des Allgemeinen Geistlichen Rats und des Domkapitels sowie mehrere enge Weggefährten von Bischof Schlembach sowie seine beiden Schwestern teil.

„An einem Geburtstag wird einem besonders deutlich bewusst, was man im Grund immer weiß und voraussetzt: Letztlich verdanke ich mich Gott, der die Fülle des Seins ist und mich mit meinem Dasein beschenkt“, hob Bischof Schlembach in seiner Begrüßung hervor. Wer sein Leben und Dasein Gott verdankt wisse, der wisse auch, „dass er nur dann recht lebt, wenn er Gott gegenüber ein dankbarer Mensch ist, jeden Tag neu“, so Schlembach. Das Dasein als Gabe weise auf die eigentliche Weihnachtsgabe hin, die Gott der Welt geschenkt hat: Jesus, den menschgewordenen Gottessohn. „Er lässt uns unser Dasein umfassend und vorbehaltlos akzeptieren und dankbar annehmen.“ Wenn der Mensch Jesus Christus gläubig in sein Herz und sein Leben annehme, werde ihm in der Gottesliebe und in der Nächstenliebe die Sinnorientierung seines Lebens geschenkt. In der Verheißung der Auferstehung werde ihm „im Leben und im Sterben unzerstörbare Hoffnung auf ewige, glückselige Vollendung gegeben.“

Bischof Wiesemann: „Zeuge des lebendigen Gottes“

Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann übermittelte dem Jubilar die Glück- und Segenswünsche des gesamten Bistums und dankte ihm für sein segensreiches Wirken. „Mit großer Treue hast Du Deinen Dienst versehen und in uns die Hoffnung gestärkt, dass es für einen Christen im letzten keinen Grund gibt zu verzagen“, sagte er im Blick auf die fast 24 Jahre Schlembachs im Amt des Speyerer Bischofs. „Mit Deinem ganzen Leben bist Du für uns ein Zeuge des lebendigen Gottes geworden“, so Wiesemann und dankte ihm auch persönlich: „Du hast es mir einfach gemacht, Dein Nachfolger zu sein. Von Anfang an bist Du mir mit großer Herzlichkeit begegnet und warst mit immer ein guter Ratgeber.“

Diakon Klaus Hilzensauer dankte Bischof Schlembach für seine Mitwirkung in der Seelsorge für das Caritas-Altenzentrums St. Martha: „Die Bewohnerinnen und Bewohner sind froh, dass Sie gemeinsam mit ihnen zu Tisch sitzen und mit ihnen leben.“ Heimleiterin Gudrun Wolter sagte Dank für die „Gemeinschaft, die Sie in diesem Haus täglich mit uns leben“.

„Ich bin mit Leib und Seele Bischof von Speyer gewesen“

Dass Dr. Friedhelm Hofmann als Bischof seines Heimatsbistums Würzburg an dem Gottesdienst teilnehmen würde, hatte Bischof Schlembach erst morgens erfahren: „Es ist mir eine große Freude, dass Du gekommen bist“, wandte er sich an Bischof Hofmann. „Im Bistum Würzburg hast Du als Priester, Lehrer, Regens und Generalvikar bleibende Spuren hinterlassen. Viele erinnern sich an Deine große Herzlichkeit, Sensibilität und Ausgewogenheit“, brachte Bischof Hofmann die anhaltende Verbundenheit des Bistums Würzburg mit Bischof Schlembach zum Ausdruck. „Würzburg ist mein Heimatbistum und wird es immer bleiben. Doch auch das Bistum Speyer ist mir ans Herz gewachsen. Ich war mit Leib und Seele Bischof von Speyer und bin mit beiden Füßen in das Erdreich dieses Bistums hineingewachsen“, bekannte Bischof Schlembach.

Als Geschenk des Bistums überreichte Bischof Wiesemann dem Jubilar eine dreibändige Dokumentation ausgewählter Bischofsworte aus den Jahren 1983 bis 2007. Unter der Überschrift „Im Dienst der Verkündigung des Evangeliums“ bieten die vom Bistumsarchiv zusammengestellten Texte einen Querschnitt der Themen, die in Bischof Schlembachs Pontifikat bedeutsam waren. Die Dokumentation ist im Internet online einsehbar.

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