Massive Kritik an Abtreibungsstatistik

Christian Fialas Kritik an der deutschen Abtreibungsstatistik ist berechtigt, so Kristijan Aufiero. Der Initiator und Leiter von 1000plus sieht die neue Diskussion als eine willkommene Gelegenheit, das Denken und Sprechen über Frauen im Schwangerschaftskonflikt in unserer Gesellschaft zu verändern. 

München, 8. Februar 2017. – Nach der aufsehenerregenden Entscheidung des neuen amerikanischen Präsidenten gegen die finanzielle Förderung von Abtreibungen im Ausland und mitten in der Diskussion um einen gläubigen Chefgynäkologen in Dannenberg, der keine Abtreibungen mehr in seiner Klinik will, schlägt die fundierte Kritik des Betreibers zweier österreichischer Abtreibungskliniken an der deutschen Abtreibungsstatistik Wellen: Christian Fiala hält die deutschen Zahlen für weitaus zu niedrig und vermutet bewusstes, politisch motiviertes Wegsehen, wie FOCUS online am vergangenen Samstag berichtete.

Kritik ist berechtigt

Fiala sagt eigentlich nichts Neues. Neu ist nur, dass diese Kritik mal nicht von den „üblichen Verdächtigen“ kommt – nämlich von Seiten des Lebensschutzes – sondern von jemandem, der sich beruflich auf die Durchführung von Schwangerschaftsabbrüchen spezialisiert hat.

Mit diesem Seitenwechsel erntet er allerdings auch gleich den Gegenwind des Familienministeriums und von Pro Familia. „Es besteht leider ein offensichtlicher politischer Unwille, die tatsächlichen Zahlen dieses traurigen Massenphänomens genauer zu eruieren“, so Kristijan Aufiero in einem Gastkommentar in der Tagespost vom morgigen Donnerstag.

Frauen wünschen sich keine Abtreibungen, sondern Lösungen

Doch auch wenn 1000plus dem österreichischen Mediziner in seiner Kritik zustimmt, zieht die christlich motivierte Beratungsorganisation für Frauen im Schwangerschaftskonflikt doch völlig andere Schlüsse aus der gesellschaftlich tabuisierten Realität:

„So sehr ich seiner Analyse in Sachen Statistik zustimme, so wenig kann ich nachvollziehen, dass Fiala im Zusammenhang mit Abtreibung von ‚verantwortungsbewussten Entscheidungen‘ spricht“, so Kristijan Aufiero weiter. „Bei 1000plus beraten wir derzeit weit über 3.500 Schwangere im Jahr. Keine einzige hält die Abtreibung ihres ungeborenen Kindes für eine moralisch gute oder richtige Lösung. Alle benennen äußere Umstände als Ursachen für ihren Konflikt. Es sind umfassende Information, lösungsorientierte Beratung und konkrete, individuelle Hilfe, die aus der Perspektive der Frau verantwortungsbewusste Entscheidungen für das Leben möglich machen.“

Das Projekt 1000plus

Das Ziel von 1000plus ist es, eine Beratungsstruktur aufzubauen, die jährlich vielen tausend Frauen im Schwangerschaftskonflikt bestmögliche Beratung und konkrete Hilfe bietet. Daneben hat 1000plus es sich zur Aufgabe gemacht, mithilfe öffentlichkeitswirksamer Wort-, Bild- und Informationskampagnen einerseits auf die Not von Schwangeren im Konflikt, andererseits auf die Würde, den Wert und die Schönheit jedes Menschen aufmerksam zu machen. Im Jahr 2016 wurden im Rahmen von 1000plus über 3.600 Schwangere von zuletzt 21 Beraterinnen beraten. Die Beratungsorganisationen von 1000plus stellen keine Beratungsscheine nach § 219 StGB aus. Die Beratung wird zu 100 Prozent aus Spenden finanziert.

1000plus ist ein Gemeinschaftsprojekt von Pro Femina e.V., Die BIRKE e.V. und der STIFTUNG JA ZUM LEBEN.  

Pro Femina e.V. ist eine mildtätige und gemeinnützige Frauenhilfsorganisation. Aufgabe von Pro Femina ist es, Frauen im Schwangerschaftskonflikt kompetent zu beraten und ihnen jedwede Hilfe zur Verfügung zu stellen. Ziel dieser Beratung und Hilfe ist es, der Frau eine Entscheidung für ein Leben mit dem Kind zu ermöglichen. 

Die STIFTUNG JA ZUM LEBEN ist eine gemeinnützige öffentliche Stiftung. Sie setzt sich für den Schutz des menschlichen Lebens und die Rechte ungeborener Kinder ein. Zu diesem Zweck fördert die STIFTUNG JA ZUM LEBEN Projekte und Einrichtungen, die dem Wohl der Kinder und ihrer Eltern dienen. 

Die BIRKE e.V. ist ein mildtätiger und gemeinnütziger Verein, der bundesweit Frauen im Schwangerschaftskonflikt berät und sie mit konkreten Hilfeleistungen unterstützt.
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