Fest des hl. Bekenners Johannes von Matha

Mittwoch, 8. Februar 2017 – Fest des hl. Bekenners Johannes von Matha – 3. Klasse

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Todestag: 17. Dezember 1213 zu Rom.

Grab: Er wurde in St. Thomas de Formis (in Rom) bestattet, später (1655) in Madrid beigesetzt. Das Fest wurde 1694 vorgeschrieben.

Leben: Johannes ist Stifter des Ordens von der hl. Dreifaltigkeit zur Erlösung der Gefangenen (Trinitarier), der sich das heroische und für damals zeitgemäße Werk des Loskaufes von gefangenen Christen zur Aufgabe machte. Als Johannes sein erstes Messopfer dem Herrn darbrachte, wurde er einer himmlischen Erscheinung gewürdigt. Es erschien ihm ein Engel, der ein weißes, strahlendes Gewand mit einem Kreuz auf der Brust von roter und blauer Farbe trug und der seine Arme schützend über zwei gefesselte Sklaven, einen christlichen und einen maurischen ausstreckte. Durch diese Erscheinung in Verzückung gesetzt, erkannte der Mann Gottes, dass er von Gott zur Erlösung der Gefangenen berufen sei. Nun wirkte er im Verein mit dem hl. Felix von Valois für sein großes Werk, begab sich mehrmals nach Nordafrika und die Küsten Spaniens und arbeitete unermüdlich an der Erlösung der Gefangenen. Der Heilige war auch viele Jahre Hofkaplan und Beichtvater Gregors IX. In Frankreich gründete er das Hauptkloster Cerfroid in der Diözese Meaux. – Das war He1dentum der Nächstenliebe. Helfen auch wir, unsere Mitmenschen aus der Sklaverei der Sünde zu befreien.

Erwägung: Was uns diesen Heiligen. so anziehend macht, ist sein hochgemuter Lebensplan, gefangene Christensklaven zu befreien; dies gibt uns zu drei Erwägungen Anlass:
a) Zuerst ist es das große Liebesgebot des Meisters, das durch die Zeiten fortwirkt und immer neue Früchte zeitigt. Er selbst ist mit dem erhabensten Beispiel vorangegangen; er hat für uns alle sein Leben hingegeben. „Eine größere Liebe hat niemand, als wer sein Laben hingibt für seine Freunde“ (Joh 15, 13). Der Liebesjünger Johannes sagt darum: „Daran haben wir die Liebe Gottes kennengelernt, dass jener (Christus) für uns sein Leben eingesetzt hat. So sollen denn auch wir unser Leben einsetzen für die Brüder.“ Wenn wir schon nicht das Leben opfern wollen, so müssen wir wenigstens unser Gut einsetzen. „Wer immer die Güter dieser Welt besitzt, doch wenn er seinen Bruder darben sieht, vor ihm sein Herz verschließt, wie kann in dem die Liebe Gottes bleiben? Kindlein, lasst uns nicht (bloß) lieben in Wort und mit der Zunge, sondern im Werk und mit Wahrheit“ (1 Joh 3, 16 f.). Dies hat Johannes mit seinem Orden in die Tat umgesetzt. Ob wir nicht auch einmal eine größere Liebestat üben sollen?
b) Das Gebot der Nächstenliebe ist unvergänglich, die Übung der Liebe verschieden. Zur Zeit des hl. Johannes war der Loskauf der Gefangenen ein vordringliches Anliegen der christlichen Liebe, heute ist dies nicht mehr der Fall. Doch heute leiden die Mitmenschen unter anderen Nöten. Denken wir darüber nach. Schweifen wir nicht in die Ferne, sondern suchen wir die Not derer zu lindern, die in unserer Umgebung sind. Das liegt im Worte: Nächster, d. h. der uns zunächst steht. Es wäre sicher gefehlt. wenn wir unsere Angehörigen und Nachbarn darben ließen und fernliegende Liebeswerke übten. Jeder Arme, jeder Notleidende, der mir begegnet, ist mir von Gott geschickt. Benütze jede Gelegenheit, die sich bietet, um Liebe zu üben.
c) Das Kirchengebet spricht noch von einem Liebeswerk, das wir gern übersehen. Auch heute gibt es noch Christensklaven, die in der Gefangenschaft des Teufels schmachten: Sünder. – Diese zu bekehren, ist auch ein wichtiges Werk der Nächstenliebe. Der hl. Jakobus sagt: „Wer einen Sünder von seinem Irrweg zurückführt. errettet dessen Seele vom Tode (der Hölle) und deckt eine Menge (eigener) Sünden zu“ (5, 19). Dieses Erlösungswerk verlangt viel Liehe, große Geduld und auch Takt; es bringt aber einen großen Himmelslohn ein, weil es wahre Heilandsarbeit ist.

Quelle: Pius Parsch, Das Jahr des Heiles, I. Band: Weihnachtsteil, Klosterneuburg, b. Wien, 1952

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