Benachteiligte Jugendliche digital nicht ausgrenzen

Berlin. „Wir müssen Kinder und Jugendliche besser beteiligen“, betont Caritas-Präsident Peter Neher anlässlich der heutigen Veröffentlichung des 15. Kinder- und Jugendberichts. Partizipation und soziale Teilhabe zu ermöglichen – im Alltag und in der Politik – ist eine der zentralen Aufgaben auch in der Kinder- und Jugendhilfe“. Diese Aufgabe stellt sich besonders vor dem Hintergrund der aktuellen Herausforderungen zum gesellschaftlichen Zusammenhalt. „Wer Demokratie ernten will, muss Demokratie säen“, so Neher. Insbesondere Jugendliche aus benachteiligten Milieus, junge Menschen mit Migrationserfahrungen sowie Jugendliche mit Behinderungen müssen jugendgerecht angesprochen werden, damit sie sich vor Ort beteiligen können. Das Recht auf Partizipation ist ein Recht für alle Jugendlichen. Demokratiebildung ist ein Thema für alle gesellschaftlichen Bereiche und ein wichtiges Thema für die Dienste und Einrichtungen der Caritas.

Der 15. Kinder- und Jugendbericht fokussiert die Phase der Jugend, die zunehmend bestimmt wird durch digitale Mediennutzung. Medien sind nicht nur eine Chance, mit ihnen gehen auch Gefährdungen einher. Gerade benachteiligte Jugendliche sind bei der Medienkompetenzvermittlung abgehängt. Eine digitale Wissenskluft tut sich auf zwischen Jugendlichen, die das Internet aktiv zur Informationsgewinnung nutzen und solchen, die das Internet gar nicht oder vorwiegend als Konsumenten nutzen.

Die Fachkräfte der Caritas tragen dazu bei, Jugendliche zu schützen, indem sie sie fit für den Umgang mit digitalen Medien und für digitale Beteiligung machen. Insbesondere benachteiligten Jugendlichen muss es ermöglicht werden, sich eine Meinung zu bilden, diese einzubringen und frühzeitig demokratische Prozesse einzuüben und so „digitale Exklusion“ zu vermeiden. „Die Möglichkeiten von Jugendlichen, dabei zu sein und sich in unserer Gesellschaft zu platzieren, sind leider recht unterschiedlich – nicht zuletzt aus materiellen Gründen. Wir müssen aber allen Jugendlichen gute Lebenschancen bieten, auch Jugendlichen, die aufgrund ihrer sozialen Herkunft zu den Bildungsbenachteiligten gehören“, so Neher.

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