Einbahnstraße Nächstenliebe

Katholisch ohne Furcht und Tadel

Was dem Deutschen die Nazikeule, ist dem Katholiken – dasselbe Instrument, bloß „positiv“ formuliert – der Barmherzigkeitsdolch. Er wird dem orthodoxen Opfer in den Rücken gestoßen, meist mit den Worten: Du bist katholisch, du musst doch deinen Nächsten lieben! Wie kannst du, Kirche, jemandem die Kommunion verwehren? Wie kannst du, Kirche, jemandem sagen, es sei Sünde, was er tut? Wie kannst du anderen vorschreiben, wie sie zu leben haben?

Der sich auf der Recamière zurücklehnende Chauvi-Traditionalist blickt gelangweilt über den Rand seiner Champagner – pardon – Weihwasserflöte, zuckt mit den Schultern, zieht die Mundwinkel etwas angeekelt zusammen und sagt desinteressiert „Mimimi“.

Ich kann mir keinen Champagner leisten, trinke kein Weihwasser (wirklich nicht!) und habe keine Recamière, also kann ich mir derart ignorantes Verhalten nicht leisten und muss statt dessen zu ernster Argumentation greifen.

Zuerst einmal schreibt die Kirche nicht anderen vor, wie sie zu leben haben. Sie sagt allen, was…

Ursprünglichen Post anzeigen 1.290 weitere Wörter

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s