„Voller Zuversicht in die Zukunft“

Erzbischof bei Feier „1200 Jahre Reichskloster Schuttern“

erzbischof_burger_2_226_500x500px_qFriesenheim / Freiburg. Den Weg in die Zukunft „dürfen wir voller Zuversicht gehen“, davon ist Stephan Burger überzeugt. Der Erzbischof von Freiburg erklärte am Sonntag (15.1.) im Festgottesdienst zum Jubiläum „1200 Jahre Reichskloster Schuttern“ weiter: „Das konnten die Mönche von Schuttern erleben. Das durfte ein heiliger Offo erfahren.“ Das Reichskloster Schuttern habe im Laufe der Jahrhunderte viele Höhen und Tiefen überwunden: „Die Mönche mussten schwere Zerstörungen und Brände der Gebäude miterleben. Und schließlich hat die Säkularisation einer langen Tradition des klösterlichen Lebens ein jähes Ende bereitet. Das Wichtigste aber ist geblieben: Der Glaube an Jesus Christus. Das können wir hier und heute erleben.“

Erzbischof Burger sagte beim Offo-Fest, die Kirche des ehemaligen Reichsklosters wolle daran erinnern, dass Jesus „ohne Scheu und Vorurteile“ auf die Menschen zugehe: „Erinnern wir uns an die vielen Begegnungen, von denen die Heilige Schrift berichtet. Denken wir etwa an die Begegnung mit Zachäus oder das Gespräch mit der Frau am Jakobsbrunnen. Denken wir an die vielen Krankenheilungen. Jesus ist es, der die Initiative ergreift – auch heute. Und wie reagieren wir? Nehmen wir wahr, wenn er mit offenen Armen vor der Tür unseres Herzens steht? Oder sind wir so mit tausenderlei Dingen beschäftigt, dass es für die Aufmerksamkeit ihm gegenüber nicht mehr reicht?“ So sei die Kirche in Schuttern ein „in Stein gehauenes Zeugnis dieser Gegenwart Jesu, der Turm ein Fingerzeig zu Gott“.

Der Erzbischof von Freiburg erklärte, Jesus warte tagtäglich „auf unsere Reaktion, auf unseren Schritt, ihm entgegenzukommen“. So sei das Jubiläum 1200 Jahre Reichskloster Schuttern nicht dazu da, um allein historische Rückschau zu halten. Es wolle „Selbstvergewisserung und Ermutigung sein, im Hier und Jetzt als gläubige, als bekennende Christen zu leben“. Auch dann, wenn die weltpolitische Lage viele Menschen verunsichere und ängstige. „Was wird aus einem Europa, das sich ständig zerstreitet? (…). Was wird aus Syrien, was aus dem Nahen Osten? Wie werden wir als Bürgerinnen und Bürger mit der Wahl in diesem Jahr unser Land politisch ausrichten? Was heißt das für unseren Umgang mit den Flüchtlingen, denen dieselbe Menschenwürde zukommt wie einem jeden von uns!“

Die Kirchengemeinde Friesenheim feiert im Jahr 2016/2017 ein Doppeljubiläum: Zunächst 1000 Jahre Besuch Kaiser Heinrichs II. im Kloster Schuttern (1016) und nun 1200 Jahre Reichskloster Schuttern. Denn aus dem Jahr 817 stammt die älteste gesicherte Urkunde über das Kloster. Darin wird das Kloster als eine der bedeutendsten Reichsabteien genannt.

Durch Bischof Arbogast von Straßburg unterstützt, soll der heilige Offo im Jahr 603 in Schuttern eine Cella gegründet haben. Der iro-schottische Pilger und Mönch war ein Gefährte des heiligen Kolumban. Nach seinem Tod wurde Offo bestattet und eine Kirche über seinem Grab errichtet. Noch heute lassen sich sein Grab und die Reste der verschiedenen Kirchen, die im Laufe der Zeit über dem Offograb gebaut wurden, in den archäologischen Ausgrabungen der Nekropole finden. Das Kloster existierte bis zur Säkularisation im Jahr 1806. Seitdem ist die Kirche Pfarrkirche.
(lmp)
Quelle: http://www.erzbistum-freiburg.de
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