Ein furchtbarer Verdacht kommt auf…

+++ Pünktlich zum 141. Geburtstag enthüllt KathStern: War Konrad Adenauer ein Rechter? +++

Die politische Eskalation erreicht einen neuen Siedepunkt. Beherzte Kämpfer für das Gute, Wahre und Schöne haben nach stundenlanger Recherche ein schockierendes Dokument der Nachkriegszeit gefunden. Schon lange deuchte den geistigen Söhnen und Töchtern der 68er Studentenrevolte, dass nicht nur Kiesinger, sondern das ganze „BRD-System“ aus verkappten Nazis bestand, welches allein mit linksheilig-subversiver Tatkraft über Jahre hinweg durch das neuerdings „beste Deutschland aller Zeiten“ ersetzt werden konnte. Doch immer noch zeigt der katholisch-konservative Mief seine hässliche Fratze. So auch in diesem hetzerischen Video des sog. „Dr.“ Konrad Adenauer, einstmals KanzlerIn der Bundesrepublik Deutschland:

Dieses Bekenntnis rüttelt auf. Geschmacklose Witze auf diesem Niveau, in denen eine menschenverachtende politische Ansicht – RECHTS – verharmlost wird. Und das auch noch ohne sofortige Entschuldigung, nicht einmal eine spätere Distanzierung zu den eigenen Worten. Im Gegenteil! Adenauer gefällt sich auch noch in seinen dumpfen Parolen. Noch aufrüttelnder: die damaligen Leute mit ihrer kaum verblassten Nazi-Mentalität fanden das wohl auch noch lustig. Führende Genderprofessorinnen warfen Adenauer ein patriarchalich-sexistisches Weltbild vor, da er einerseits einer Frau widersprochen, sich andererseits keinerlei Gedanken um die mögliche Geschlechtshaftigkeit der geworfenen, heißt: diskriminierten Bocciakugeln gemacht hatte.

Heilige Claudia Roth!

Auf durchweg vorsichtige Anfrage der Qualitätsmedien ließ die nach Adenauer benannte CDU-nahe Stiftung bereits verlauten: „Eine solche Verharmlosung ist nicht länger tragbar. Es widerspricht dem modernen, weltoffenen und bunten Bild, das heute die Mitte auszeichnet. Wir trennen uns daher von dem Namen dieses alten, weißen Rattenfängers.“ Nach internen Gesprächen gelten Jakob-Kaiser-Stiftung und Karl-Arnold-Stiftung als die Favoriten; die Vorschläge zu Heiner-Geißler-Stiftung wurden nur deswegen zurückgewiesen, da dieser noch nicht verstorben sei. Angebote der Jungen Union, dass man letzteres ändern könne, wurden vom Präsidium abgewiesen.

Im Medienwald raschelte es laut wie seit Tagen nicht mehr. Süddeutsche: „Wie viel Pegida steckte in Adenauer?“ BILD: „Der NAZI-Kanzler der Deutschen.“ taz: „Wir haben’s immer gewusst!“ FAZ: „Adenauer: Der braune Täuscher“ Huffington Post: „Dieser Mann fraß kleine Kinder!“

Sandra Maischberger wollte zur Diskussion einladen, bei der als weitere Gäste Jakob Augstein, Claudia Roth, Ralf Stegner und Richard David Precht geladen waren, um in einer ausgeglichenen Runde mit dem Altbundeskanzler über dessen demokratiegefährdendes Gedankengut zu parlieren; enttäuscht nahm Maischberger jedoch zur Kenntnis, dass Adenauer nicht auf die Einladung antwortete, was mit „Bedauern“ aufgenommen wurde.

Angela Merkel dagegen sprach Adenauer ihr „vollstes Vertrauen“ aus.

Indes reißt auch das Gezwitscher auf Twitter nicht ab. Jakob Augstein philosophierte bereits über den politischen Gehalt von Adenauers Halbglatze, obwohl die Sendung abgesagt worden war; wogegen Bundesminister Altmaier darauf verwies, dass es sich nur um eine hohe Stirn handelte; und Sascha Lobo pöbelte mal wieder irgendetwas, das sowieso keinen interessierte. Einzig Liane Bednarz, Star-Autorin von „Gefährliche Bürger“ verzweifelte bei der Suche nach Adenauers Twitteraccount oder Facebookprofil, um dort rechtsgerichtete Parolen per Screenshot aufzunehmen.

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Ein Gedanke zu “Ein furchtbarer Verdacht kommt auf…

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