Materialversagen führte zum Glockenabsturz

Rund 6.000 Euro Sachschaden in Wietmarscher Wallfahrtskirche

glockenabsturz_wietmarschen

Am 10. November stützte diese 800 Kilogramm schwere Glocke in der Wallfahrtskirche in Wietmarschen (Grafschaft Bentheim) aus ihrer Halterung. (Foto: Hermann Haarmann)

Materialversagen ist nach den bisherigen Untersuchungen der Grund dafür, dass eine rund 800 Kilogramm schwere Stahlglocke im Turm der katholischen Kirche in Wietmarschen (Grafschaft Bentheim) abstürzte. Das haben eingehende Untersuchungen durch Fachleute ergeben. Mitte November waren Schraubbolzen an der Befestigung der Glocke gebrochen und hatten zum Absturz geführt. Dabei war der Motor für den Antrieb des Geläutes zerstört worden, ansonsten gab es nur leichten Schaden am Gebälk. Die Glocke selbst blieb unbeschädigt. Der Sachschaden beläuft sich auf rund 6.000 Euro.

Nach Angaben des Glockensachverständigen im Bistum Osnabrück, Andreas Reinartz, haben weitere Überprüfungen ergeben, dass die Konstruktion des Joches, an dem die Glocke aufgehängt war, den statischen und dynamischen Anforderungen entspricht. Die kurz vor dem Fall durchgeführte Wartung sei nach den erforderlichen Vorschriften durchgeführt worden. Die Schraubbolzen der Stahlglocken an den sogenannten „gekröpften Jochen“ sollen künftig zusätzlich zur regulären Wartung einer speziellen Prüfung unterzogen werden. Das Bistum werde die mit den Wartungen befassten Fachfirmen entsprechend informieren. Reinartz wies in dem Zusammenhang nochmals darauf hin, dass die Besichtigung von Glockenanlagen aus Sicherheitsgründen verboten sei.

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