Flüchtlinge beteiligen sich an Bauarbeiten am Klarissenkloster

Erzbistum Köln – Caritas – Wohnprojekt – Integration Arbeitsmarkt

Köln. Bei der Umsetzung des integrativen Wohnprojektes für Menschen mit Fluchterfahrung und weitere „Kölner“ am Klarissenkloster in Köln-Kalk legen Flüchtlinge selbst Hand an. In Kooperation mit der Caritas Wertarbeit und der Firma Harzheim engagieren sich fünf junge Männer mit Fluchterfahrung gemeinsam mit drei anderen Mitarbeitern seit sechs Wochen unter Anleitung erfahrener Bauarbeiter bei den Ab­brucharbeiten auf der Baustelle.

Die Idee dazu war im Austausch mit den Flüchtlingen entstanden, die be­reits im Pfortenhaus des Klarissenklosters leben. Bis zur konkreten Umset­zung mussten jedoch einige Hürden genommen werden. Dabei ging es in erster Linie um die rechtlichen Rahmenbedingungen für die Beschäftigung: Aufenthaltsstatus, Arbeitserlaubnis und Anstellungsbedingungen. Im kon­kreten Fall konnten die Beteiligten mit Hilfe einer so genannten Bieter- und Arbeitsgemeinschaft von der Caritas Wertarbeit und der Firma Harz­heim in die Bauarbeiten am Klarissenkloster eingebunden werden.

Peter Krücker vom Vorstand des Caritasverbandes Köln glaubt, dass die Initiative ein Schritt in die richtige Richtung ist: „Am Anfang standen
An­kommen und Willkommenheißen im Mittelpunkt. Jetzt geht es darum, herauszufinden, wie Geflüchtete die ersten Schritte auf dem Weg zur In­tegration in den Arbeitsmarkt gehen können.“

Die Abbrucharbeiten auf dem Gelände des Klarissenklosters dauern noch bis Freitag, den 16. Dezember. Projektleiter Dr. Martin Günnewig vom Erz­bistum Köln hofft jedoch, dass die am Klarissenkloster entstandene Initia­tive ein Beispiel für andere Projekte werden kann: „Wir haben hier gemein­sam mit unseren Partnern von der Caritas und der Firma Harzheim sehr positive Erfahrungen gemacht. Die Geflüchteten, die bei uns mitgearbeitet haben, sind sehr motiviert und wir hoffen, dass sie vielleicht auch von an­deren Bauherren oder Firmen für weitere Arbeiten angefragt werden.“ Zurzeit führt die Caritas Gespräche mit unterschiedlichen Firmen und stößt auf viel Interesse. (pek161214-wey)

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