Der Bischof als Nikolaus

Beim Besuch in der Gemeinschaftsunterkunft in Marktheidenfeld beschenkt Bischof Dr. Friedhelm Hofmann Kinder und Jugendliche – Pfadfinder übergeben Spende zugunsten der Flüchtlingshilfe

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Klicken Sie, um das Bild zu schließen. Klicken und ziehen Sie, um es zu verschieben. Benutzen Sie die Pfeiltasten für vor und zurück. Freigiebig wie Bischof Nikolaus: Bischof Dr. Friedhelm Hofmann beim Verteilen von Straßenmalkreide. Copyright: Markus Hauck (POW)

Marktheidenfeld (POW) „Lasst uns froh und munter sein“, schallt es laut durch den Gemeinschaftsraum der Gemeinschaftsunterkunft (GU) für Flüchtlinge in Marktheidenfeld. Bischof Dr. Friedhelm Hofmann ist am Montagabend, 5. Dezember, hierhergekommen, um wie Bischof Nikolaus die Kinder zu beschenken. Insgesamt 135 Menschen aus Afghanistan, Syrien, dem Irak und Äthiopien leben in der kürzlich neu errichteten GU. Mehr als 70 von ihnen sind jünger als 14 Jahre. Sie alle beschenkt Bischof Hofmann mit Schokoladennikoläusen, Buntstiften und Malkreide. Die Begeisterung ist so groß, dass der Bischof die vielen Kinder kaum bändigen kann.

„Wisst Ihr denn, wer Bischof Nikolaus war?“, will der Besucher aus Würzburg wissen. Zusammen mit den Kindern, von denen viele schon gut Deutsch sprechen, erzählt er von den guten Taten des Bischofs aus der heutigen Türkei. Dann singen die Kinder für Bischof Hofmann Lieder auf Deutsch und in ihrer jeweiligen Muttersprache.

Zuvor besucht Bischof Hofmann gemeinsam mit Domkapitular Clemens Bieber, Vorsitzender des Diözesan-Caritasverbands, weiteren kirchlichen Vertretern, Kommunalpolitikern und Ute Fuchs, stellvertretende Leiterin der GU, eine der insgesamt 36 Wohnungen auf dem Gelände der GU. Die dort lebende Familie aus Afghanistan erzählt davon, wie dankbar sie für die Unterstützung und Hilfe in Deutschland ist. Und davon, dass die Eltern zusehen mussten, wie ihre Tochter auf der Flucht über die Balkanroute von einem Auto überfahren wurde.

Der Alltag der Menschen aus unterschiedlichen Nationen verlaufe reibungslos und harmonisch, berichtet Fuchs dem Bischof. Das zeigen auch die Kinder: Bereitwillig teilen sie die Geschenke untereinander. Viel Applaus bekommen schließlich auch die Pfadfinder der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG) aus Lohr-Sendelbach. Sie übergeben eine Spende in Höhe von 1900 Euro an die Flüchtlingshilfe der Caritas im Landkreis Main-Spessart. Das Geld hat der Pfadfinderstamm bei zwei Spendenaktionen gesammelt. „Ich war selbst in meiner Jugend Pfadfinder“, ruft der Bischof sichtlich begeistert der DPSG-Delegation zu und stimmt beim Pfadfinderlied mit ein.

Als der Bischof sich von den Bewohnern der GU verabschiedet, hat er wie die beschenkten Kinder und Jugendlichen ein Glänzen in den Augen. Auch die stellvertretende GU-Leiterin Fuchs ist beeindruckt vom Besuch. „Wir freuen uns, dass der Bischof nach Marktheidenfeld gekommen ist und sich so viel Zeit für uns genommen hat.“

Markus Hauck (POW)

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